Dass seine Wahl auf Bayreuth fiel, hatte mehrere Gründe. „Der Lehrstuhl passt hervorragend zu meinem Forschungskonzept“, sagt Roskosch. Die bisherige Entwicklung des Fachgebiets und die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte seien eine ausgezeichnete Grundlage für zukünftige Vorhaben. Besonders schätzt er die enge Zusammenarbeit zwischen Materialwissenschaften und Ingenieurwissenschaften, die an der Universität Bayreuth gelebt werde. Roskosch hat an der Universität Duisburg studiert und promoviert, war anschließend an der RWTH Aachen und dann an der ETH Zürich tätig. Danach wechselte er in die Wirtschaft zu Carrier Innovation Technologies in Luzern.
Auch die Verbindung von Grundlagenforschung und praktischer Anwendung habe ihn überzeugt. „Am Ende sind wir Ingenieure. Der Transfer in die Praxis ist mir sehr wichtig“, betont er. Gerade in Bayern und insbesondere in Bayreuth nehme er wahr, dass dieser Austausch sehr gut funktioniere.
Neben den fachlichen Rahmenbedingungen beeindruckt ihn auch die Atmosphäre auf dem Campus. Die Universität beschreibt er als jung und dynamisch. Einen wichtigen Anteil daran habe die Studierendenschaft. „Die Studierenden prägen die Universität maßgeblich. Das mag ich“, sagt Roskosch.
Bereits in seinem ersten Semester wird er eine zentrale Lehrveranstaltung übernehmen: die Grundlagenvorlesung Thermodynamik im dritten Fachsemester. Für ihn ist diese Vorlesung weit mehr als eine Pflichtveranstaltung. „Das ist der Erstkontakt des Lehrstuhls mit der Studentenschaft. Da möchte man begeistern“, erklärt er. Sein Anliegen sei es, Studierende früh für die Themen seines Fachgebiets zu gewinnen und ihnen die Relevanz der Thermodynamik für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen nahezubringen.
Für die kommenden Jahre hat er klare Ziele. In der Forschung möchte er Bayreuth als international sichtbaren Standort für nachhaltige Wärme- und Kälteerzeugung etablieren. „Das ist ein brennendes Thema unserer Gesellschaft. Dafür wollen wir stehen und dafür möchten wir Sichtbarkeit haben“, sagt er.
Auch in der Lehre hat er einen hohen Anspruch: Die Universität Bayreuth soll für exzellente Thermodynamiklehre bekannt werden. Wenn es nach Prof. Dr. Roskosch geht, sollen Studierende künftig nicht nur die Grundlagen des Fachs beherrschen, sondern sich auch langfristig für dessen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten begeistern lassen.