Forschung, Recht und Biotechnologie im Dialog
Rund 50 Forschende und Fachleute aus Europa und weiteren Ländern kamen Mitte Oktober an der Universität Bayreuth zusammen. Im Mittelpunkt stand das Horizon-Europe-Projekt DETECTIVE, das Methoden zur Erkennung und Rückverfolgbarkeit von Produkten aus neuen genomischen Techniken entwickelt.

Die Universität Bayreuth hat am 14. und 15. Oktober 2026 das dritte Konsortialtreffen des EU-Forschungsprojekts DETECTIVE ausgerichtet. Veranstaltet wurde das Treffen vom Lehrstuhl für Lebensmittelrecht der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit. Rund 50 internationale Projektpartnerinnen und -partner nutzten die Gelegenheit, um den aktuellen Stand ihrer Forschung zu diskutieren und die weitere Zusammenarbeit zu koordinieren.
Das Projekt DETECTIVE (Detection of NGT Products to Promote Innovation in the European Union) wird im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon Europe finanziert und läuft über vier Jahre. Ziel ist die Entwicklung und Validierung von Methoden, mit denen Pflanzen- und Tierprodukte aus neuen genomischen Techniken, darunter Genome Editing, nachgewiesen, identifiziert und quantifiziert werden können. Die Forschung soll dazu beitragen, Herkunft und Rückverfolgbarkeit solcher Produkte sicherzustellen, Marktüberwachung und Rechtsdurchsetzung zu unterstützen sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern fundierte Informationen bereitzustellen.
Die Universität Bayreuth bringt ihre Expertise insbesondere im Bereich Lebensmittelrecht in das Projekt ein. Forschende des Lehrstuhls untersuchen die rechtlichen Anforderungen, die für Produkte aus neuen genomischen Techniken gelten, und analysieren das Zusammenspiel zwischen regulatorischen Rahmenbedingungen und neuen wissenschaftlichen Nachweismethoden.

Prof. Dennis Eriksson, SLU Schweden
Dmytro Fedchyshyn
Das Treffen in Bayreuth markierte einen wichtigen Schritt auf dem Weg in das letzte Projektjahr 2027. Neben Fachvorträgen und Arbeitsgruppensitzungen stand vor allem der persönliche Austausch zwischen den internationalen Partnerinstitutionen im Fokus.
„Das dritte Treffen des europäischen Forschungsprogramms HORIZON DETECTIVE mit rund 50 Teilnehmenden aus Europa und darüber hinaus hat den Wert des internationalen und interdisziplinären Austauschs eindrucksvoll verdeutlicht. Ich freue mich besonders, dass unser Team dazu beitragen konnte, diese Zusammenarbeit hier in Bayreuth weiter zu stärken“, sagt Professor Dr. Kai Purnhagen, Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth.
Mit der Ausrichtung des Konsortialtreffens unterstreicht die Universität Bayreuth ihr interdisziplinäres Forschungsprofil am Campus Kulmbach und stärkt ihre internationale Vernetzung an der Schnittstelle von Recht, Biotechnologie und Lebensmittelwissenschaften.


Weitere Informationen zum Projekt: DETECTIVE (https://detective-ngt.eu/)

Prof. Dr. Kai Purnhagen
Dr. Stefan Fehm-Danoglidis
Pressesprecher, Hochschulkommunikation
Telefon: 0921 / 55-5300
E-Mail: stefan.fehm-danoglidis@uni-bayreuth.de
