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Nina Nestler
Christian Rückert

Zur Eröffnung betonte Prof. Dr. Nina Nestler, Vizepräsidentin für Internationalisierung der Universität Bayreuth, die Bedeutung des Austauschs zwischen Forschung und Praxis. Der Dialog, der auf der Konferenz stattfinde, sei zugleich Ausdruck der Third Mission der Universität. Ziel sei es, exzellente Grundlagenforschung in die Wirtschaft und Gesellschaft zu transferieren und nachhaltige Impulse für künftige Kooperationen zu setzen.

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie Ermittlungsbehörden Straftaten aufklären können, die unter Einsatz von Kryptowährungen begangen werden. Denn digitale Währungen werden längst nicht nur für legale Transaktionen genutzt, sondern spielen auch bei Betrugsdelikten, Geldwäsche und anderen Formen der Cyberkriminalität eine wichtige Rolle. Die besondere Herausforderung besteht darin, Geldbewegungen auf der Blockchain zu analysieren und trotz der weitgehenden Pseudonymität der Beteiligten Rückschlüsse auf Täterinnen und Täter zu ziehen. 

Einen Einblick in moderne Methoden der Krypto-Forensik gab Dr. Bernhard Haslhofer vom Blockchain-Analyseunternehmen Iknaio. Er stellte aktuelle Entwicklungen bei der Nachverfolgung von Transaktionen sowie die Möglichkeiten datengetriebener Analyseverfahren vor.

Wie solche Werkzeuge in der Praxis eingesetzt werden, erläuterten die Staatsanwältinnen Lisa Dauphin und Anna Diana Saam von der Zentralstelle Cybercrime Bayern. Anhand ihrer Erfahrungen aus Ermittlungsverfahren zeigten sie, welche Bedeutung die Analyse von Kryptowährungen bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität inzwischen besitzt.

Weitere Vorträge widmeten sich regulatorischen und strafrechtlichen Fragestellungen. Sie beleuchteten aktuelle Anforderungen der Geldwäsche-Compliance und deren Bedeutung für Finanzdienstleister und Kryptodienstleister oder auch die strafrechtlichen Herausforderungen des sogenannten Kryptodiebstahls und erörterten neue Kriminalitätsformen auf dezentralen Finanzplattformen.

Die Diskussionen während des 3. Bayreuther IT-Strafrechtstags machten deutlich, wie dynamisch sich digitale Finanzsysteme entwickeln und wie eng Technik, Recht und Strafverfolgung inzwischen miteinander verknüpft sind. Rund 70 Teilnehmende waren zur Veranstaltung gekommen. „Die hohe Anzahl an Teilnehmenden zeigt, dass unsere Themenauswahl auch in diesem Jahr sowohl Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft aber auch der juristischen und polizeilichen Praxis angesprochen hat“, resümiert Prof. Dr. Christian Rückert, Lehrstuhlinhaber für Strafrecht, Strafprozessrecht und IT-Strafrecht an der Universität Bayreuth.

Flyer IT-Strafrechtstag
Keynote
Strafrechtstag
Jennifer Opel

Jennifer Opel

Stellvertretende Pressesprecherin, Leitung Campusmagazin UBTaktuell

Tel: +49 (0)921-55 5893
E-Mail: jennifer.opel@uni-bayreuth.de

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