Vom Spöko zum Filmemacher
Der 37-jährige Paule Porter ist Alumnus der Sportökonomie an der Uni Bayreuth, doch hat sich schon während seines Studiums einer anderen, ganz fachfremden Richtung zugewendet.
„Tatsächlich war das Filmen mein Hobby“, sagt er und berichtet, dass er sich auch schon während des Studiums mit dem Thema auseinandergesetzt und dann auch die Examensvideos für seinen Abschlussball gedreht hat. Danach machte er sich selbstständig mit einer Werbeagentur für digitalen Content SteadyFilm GmbH in Bayreuth, in der er mit einem Team vielseitige Filmproduktionen umsetzt.

Paule Porter und sein Team sind über mehrere Wochen oder Monate in der Planung für Drehs eingebunden, besichtigen Locations und entwerfen Lichtpläne. Für die tatsächliche Produktion geht es dann oft raus aus Bayreuth, irgendwo nach Deutschland oder auch ins Ausland. Nach dem erfolgreichen Dreh werden die aufgenommenen Daten gesichert, gesichtet, geschnitten, coloriert und die entsprechende Musik dafür lizenziert, bis das Endprodukt fertig ist und ein Film entstanden ist. Allerdings laufen auch während der Postproduktion schon wieder Planungen für andere Projekte, wodurch es einen typischen Arbeitsalltag nicht wirklich gibt.
Aktuell arbeitet SteadyFilm an einem größeren Spot für Bosch, bei dem es um Sicherheitssysteme geht, die die Firma für andere Unternehmen anbietet. Bevor das Team den kreativen Teil der Arbeit beginnen kann, muss allerdings einige Vorarbeit geleistet werden: die Bedürfnisse des Kunden kennenlernen, das Produkt verstehen und das Brainstorming für Ideen beginnen.

Bevor sich das Team mit Brainstorming für Ideen befassen kann, muss genau auf die Bedürfnisse des Kunden eingegangen und das Produkt verstanden werden. Die Planung oder Pre-Production ist laut Porter der größte und umfangreichste Teil des Filmes, während die Produktion und Postproduktion sich auf die Ausführung dessen beschränkt. Der Alumnus hat den Kontakt zu Bosch durch einen alten Spöko-Kontakt erhalten und konnte mit seinem Team schon viel für diesen Kunden umsetzen.
"Ich würde mich auf jeden Fall wieder für ein Spöko-Studium entscheiden", sagt der Filmemacher, obwohl es fachlich wenig mit seiner Berufswahl zu tun hat. Dennoch eröffnet das Sportökonomie-Studium durch seine vielseitigen Inhalte zahlreiche Möglichkeiten auch für fachfremde Bereiche.

Die Branche, in der Porter nun tätig ist, ist von stetigem Wandel geprägt, weshalb er rät, proaktiv bei der Akquisition oder beim Lernen neuer Dinge zu sein. „Es ist ein unglaublich erfüllender, toller Beruf. Aber der Markt ist gnadenlos. Daher rate ich jedem, niemals aufzugeben und seinen Traum weiter vorantreiben.“
Für den Alumnus war das Studium an der Uni Bayreuth fachlich eine große Hilfe und er ist immer wieder froh Projekte mit und an der Uni umzusetzen.
