Während ein Kurs die künstlerischen Arbeiten entwickelte, widmete sich ein zweiter der kuratorischen Umsetzung. Das Ergebnis: eine vielschichtige Schau, die sich mit Darstellungen Schwarzer Geschichte, Gegenwart und Zukunft in Bayreuth auseinandersetzt.
Schon zwei Tage nach der Vernissage wurde es im Iwalewahaus lebhaft: Ab 8 Uhr besuchten Schulklassen der 5. bis 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Christian-Ernestinum die Ausstellung. Für viele der jungen Besucherinnen und Besucher war es der erste tiefere Kontakt mit Themen rund um afrikanische Geschichte, koloniale Bildwelten und Schwarze Identität im lokalen Kontext. „Vor allem aber das Wissen, dass die Schülerinnen und Schüler aus der 5. Klasse schon mitgebracht haben, hat mich angenehm überrascht“, sagt Prof. Dr. Natasha A. Kelly, Professorin für Global African Arts und künstlerische und wissenschaftliche Leiterin des Iwalewahaus.
Collins, einer der beteiligten Studierenden aus Ghana, freute sich über die positive Resonanz: „Die Schülerinnen und Schüler haben viel Interesse an den Ausstellungsstücken.“ Er und sein Kommilitone Derrick, beide im Studiengang African Verbal and Visual Arts, arbeiten im „Education“-Team, das die Vermittlungsformate für Schulklassen entwickelt hat.
Kunstwerke zwischen Sichtbarkeit, Kritik und Kontext
Die Ausstellung versammelt unterschiedliche Formate – von Malerei bis Videoinstallation. Besonders hervor stach bei vielen Gästen ein Gemälde, das den Bayreuther Campus zeigt. Die Darstellung verweist bewusst auf die lange, aber häufig unsichtbare Geschichte von Menschen afrikanischer Herkunft an der Universität, die weit über das Institut für Afrika Studien hinausreicht.