
Entrepreneurial Education @ Uni Bayreuth
Unser Ziel als GründerUni ist es, das unternehmerische Denken und Handeln zu schulen, den „Entrepreneurial Spirit“ zu fördern, Studierenden einen Zugang zur eigenverantwortlichen Gestaltung ihrer Zukunft zu schaffen und die interdisziplinäre Anwendung von klassischen Studieninhalten zu fördern. Trotz Corona.
Die State-of-the-Art-Ausbildung von angehenden Gründerinnen und Gründern ist eines der Ziele der Uni Bayreuth. Dabei versteht sich das Angebot als fakultätsübergreifend und interdisziplinär, denn Unternehmertum ist nicht nur etwas für BWLer. Es geht vielmehr um das richtige Mindset, die Methodenkompetenzen und praktischen Erfahrungen. All das wird in den verschiedenen Lehrformaten in der Entrepreneurship-Ausbildung (Entrepreneurial Education) angeboten und vermittelt. Dabei arbeiten die Lehrstühle und die Stabsabteilung Entrepreneurship & Innovation mit ihren Praxispartnern eng zusammen.
Unser Ziel als GründerUni ist es, das unternehmerische Denken und Handeln zu schulen, den „Entrepreneurial Spirit“ zu fördern, Studierenden einen Zugang zur eigenverantwortlichen Gestaltung ihrer Zukunft zu schaffen und die interdisziplinäre Anwendung von klassischen Studieninhalten zu fördern. Dies bildet die Basis für Unternehmensgründungen und für Innovationen in Unternehmen.
Die Schwerpunkte in Lehre und Forschung von Prof. Dr. Rodrigo Isidor, Inhaber des Lehrstuhls für Human Resource Management & Intrapreneurship der Universität Bayreuth, liegen an der Schnittstelle zwischen Human Resource Management und (Corporate) Entrepreneurship.
Dass solche Inhalte auch online vermittelt werden können, haben alle Beteiligten im Sommersemester 2020 bravourös gezeigt, als in kürzester Zeit Präsenzformate auf virtuell umgestellt wurden. Denn digitales Arbeiten und Home-Office ist zum Beispiel für die meisten Startups ohnehin längst Praxis – auch ohne Corona. Flexibles und digitales Arbeiten wird auch in den kommenden Semestern im Rahmen der GründerUni-Veranstaltungen möglich sein, um maximalen Gestaltungspielraum für alle Beteiligten zu ermöglichen.
Prof. Dr. Matthias Baum, Inhaber des Lehrstuhls Entrepreneurship und Digitale Geschäftsmodelle, und sein Team vermitteln Unternehmergeist und geben den Studierenden das notwendige Handwerkszeug mit, um sowohl in etablierten Unternehmen proaktiv unternehmerisch Möglichkeiten zu schaffen, als auch erste Schritte zum eigenen Unternehmen zu wagen. Baum veranstaltet „Startup Praxis“ und „Business Developing“.
In der Veranstaltung „Einführung in das Unternehmertum“ bekommen Studierende eine Einführung in die Grundzüge und die Entwicklung der Entrepreneurship-Theorie sowie in verschiedene wissenschaftliche aber auch in der Praxis angewandte Methoden und Werkzeuge. Neben Verhaltensweisen und Charakterzügen von Unternehmer*innen und dem Ausschöpfen von Chancen und Möglichkeiten wird vor allem auch die Bedeutung von Geschäftsmodellen für den Erfolg und die Entwicklung von Unternehmungen konkret thematisiert. Dabei lernen die Studierenden Geschäftsmodelle als strategisches Mittel zur Gestaltung unternehmerischer Möglichkeiten kennen und erhalten Einblicke in Gestaltungsparameter von Geschäftsmodellen und in Methoden zu deren Konzeption. Am Ende der Veranstaltung steht die Entwicklung und Präsentation eines eigenen Geschäftsmodells, wodurch die Studierenden einen ersten Schritt in die Praxis wagen können. In diesem Semester wurde zudem der „Startup Day 2020“ der Stabsabteilung Entrepreneurship & Innovation in die Lehrveranstaltung integriert, sodass die knapp 150 Studierenden einen Workshop mit einem regionalen Innovationslabor durchführen konnten. Mit dabei war NEDGEX, das Innovationslabor der NETZSCH Gruppe, das für die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle oder Produktinnovationen verantwortlich ist. Ebenfalls dabei waren das Innovationslabor von Frenzelit und das Game Innovation Lab der Uni Bayreuth, das die Spieleentwicklung der Medienwissenschaft und der Informatik vernetzt. Die Studierenden konnten interessante Einblicke in die tägliche Arbeit eines Innovationslabors gewinnen und wertvolle Erfahrungen in der praktischen Anwendung von Innovationsmethoden sammeln.
Das Modul „Innovation Management“ im Rahmen des Projekts Entrepreneurship4all@UBT ist Teil des Studiengangs Master Biofabrikation. Dieser internationale Ingenieur-Studiengang beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Materialien, die in den Köper eingebracht werden können, und mit deren Verarbeitungsprozessen. Hierzu zählen beispielsweise Implantatmaterialien zur Geweberekonstruktion bis hin zum „Burger aus der Petrischale“. Um die Studierenden auf den Eintritt in eine berufliche Karriere in der Industrie vorzubereiten, werden in dem zweisemestrigen Modul Strategien und Prozesse aufgezeigt, die hinter der rein experimentellen Entwicklung und technischen Umsetzung eines Produktes stehen. Dabei werden die Tools des Projektmanagements, wie beispielsweise SCRUM, auch für die eigenen Studienarbeiten angewendet. Der interaktive Kurs wird neben klassischen, derzeit rein digitalen Vorlesungen ebenfalls von Fallstudien unterstützt. Somit werden beispielsweise Themen wie Startups in Indien und Themen wie „green washing“ diskutiert. Am Ende des Kurses sollen die Teilnehmer*innen ein virtuelles Produkt entwerfen.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Business Developing“ erhalten die Studierenden im Rahmen der Übung durch die Kooperation mit „Students2Startup“ die Möglichkeit, die in der Vorlesung vermittelten Lehrinhalte auf kurzem Wege in die Praxis umzusetzen. Die Studierenden bearbeiten dabei reale Probleme von Startups und entwickeln in enger Zusammenarbeit mit diesen und ehrenamtlichen Mentor*innen aus der Wirtschaft konkrete Lösungsansätze. Durch die praxisorientierte Herangehensweise bietet die Lehrveranstaltung auch für Studierende außerhalb der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften eine spannende Möglichkeit, einen Einblick in das Thema Unternehmensgründung zu bekommen. So sollen mit der Veranstaltung auch gezielt fachfremde Studierende angesprochen werden, um das Thema Unternehmensgründung fachübergreifend zu fördern und so einen nachhaltigen Beitrag zum Ausbau der Gründerkultur zu leisten.
In diesem Sommersemester war das Startup Easy Care Technology* am Seminar beteiligt. Bietet einen digitalen Pflegeassistenten an, der den Alltag pflegender Menschen erleichtern und die Lebensqualität von Senioren erhöhen soll. Die Studierenden befassten sich konkret mit der Entwicklung einer Human Resource Strategie, um das junge Unternehmen bestmöglich auf die geplanten Personalneueinstellungen und -entwicklung vorzubereiten. Unterstützt wird das Projekt von der Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V., einem starken Netzwerk der deutschen Wirtschaft, in dem sich mehr als 130 Unternehmen, unternehmensnahe Stiftungen und Mentor*innen engagieren, um u. a. Startups, Studierende und Gründer*innen zu fördern. Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Sommersemester die Corona-bedingte Durchführung der Lehrveranstaltung ohne jegliche physische Präsenz dar. Gerade das Arbeiten im Team und mit den Mentor*innen lebt erfahrungsgemäß vom interaktiven Austausch vor Ort. Auch wenn bis zu 30 Personen am digitalen Seminar teilnahmen, gelang der Austausch einwandfrei.
*Easy Care Technology: Lars Jagemann (Student der Universität Bayreuth Philosophy & Economics ) ist Co-Founder von Easy Care Technology. Mit ihrem standortunabhängigen Pflegeassistenzsystem wollen sie die ambulante Pflege durch Angehörige im häuslichen Umfeld revolutionieren, indem Visiten und Organisationsaufgaben digitalisiert werden. Angehörige können nun ihre Liebsten länger Zuhause versorgen und das Pflegesystem insgesamt wird entlastet.
Im Sommersemester 2020 startete erstmalig die Lehrveranstaltung „Startup Praxis“ an der Universität Bayreuth – großteils virtuell, denn: Digitales Arbeiten und Home-Office ist für Startups schon längst Praxis. Flexibles und digitales Arbeiten wird daher auch in den kommenden Semestern im Rahmen der Startup Praxis möglich sein, um maximalen Gestaltungspielraum für beide – Studierende und Startups – im Rahmen der „Startup Praxis“ zu gewährleisten.
Das Besondere an dieser Lehrveranstaltung ist die enge Verzahnung von Lehre und Praxis: Studierende bekommen die Möglichkeit, Entrepreneurship Education direkt vom Hörsaal (bzw. Zoom-Meeting) in die Startup-Praxis umzusetzen. Erfolgreiche Startups – alle mit Bayreuther Wurzeln – brachten sich dafür mit spannenden Projekten ein. Die Bayreuther Digitalagentur if.digital beispielsweise mit einem Projekt zur Entwicklung eines digitalen Food-Konfigurators, Monaco Duck (München) möchte eine Crowdfunding-Kampagne starten, und das Projekt der groupXS Solutions (Bayreuth) zielt auf die Entwicklung eines Sales Scripts für komplexe B2B-Lösungen. Der Effekt dieses Ausflugs in die Startup-Realität: Studierende erhalten Einblicke in diese Startup-Welt, lernen aktuelle Herausforderungen eines Startups kennen und arbeiten gemeinsam mit dem Startup an kreativen Lösungen, um diese Herausforderungen zu meistern. Dabei setzen die Studierenden ihr gelerntes Wissen aus anderen Entrepreneurship Lehrveranstaltungen, wie beispielsweiße Business Developing oder Principles of Entrepreneurship, gezielt ein.
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden mit Vorwissen in Entrepreneurship - auch an Nicht-BWLer. Alle, die einmal Startup-Luft schnuppern möchte, um herauszufinden, ob eine Gründung oder die Arbeit in einem Startup eine Karriereoption nach dem Studium sein könnte, ist willkommen.
Sie wollen mehr Erfolgsstories made in Bayreuth entdecken? Sehen Sie hier: https://www.gruender.uni-bayreuth.de/de/erfolgsstories/index.html
Die Lehrveranstaltung „Principles of Entrepreneurship“ vermittelt Master-Studierenden die Grundlagen des Gründungsprozesses. Dabei geht es um die Generierung innovativer Ideen, deren Evaluierung, die Konzeptualisierung tragfähiger Geschäftsmodelle und Umsetzung in Form eines Startups. Die Entwicklung von Gründungsvorhaben sind meist intensive Gruppenprozesse und entsprechend lebt diese Veranstaltung von einer starken Interaktion und Diskussion mit und unter den Studierenden. Die Corona-Pandemiemaßnahmen haben diese interaktive Komponente enorm erschwert. Um den Studierenden größere Flexibilität zu ermöglichen, haben wir die Vorlesungskomponente der Veranstaltung als „on demand“ Videos über Panopto anzubieten. Übungskomponente läuft üblicher Weise in Gruppen und als Präsentation in lockerer Seminaratmosphäre ab. Hier mussten natürlich Abstriche gemacht werden, doch eine Mischung aus eigenem Ideenfindungs- und Überprüfungsprozess sowie der Bearbeitung von Fallstudien waren adäquater Ersatz. Jedes Team bekam individuelles Feedback und zu jeder Übung wurde noch eine gesonderte Onlinebesprechung für alle durchgeführt, in der die typischen Fallstricke, besonders pfiffige Ideen und Lösungsansätze vorgestellt und mit den Studierenden diskutiert wurden.
Das Lehrprojekt Entrepreneurship4all@UBT bot auch dieses Sommersemester – dieses Mal in digitaler Form – wieder die Lehrveranstaltung „Entrepreneurial Thinking & Business Design“ (ETBD) an. Hier entwickeln Studierende jeglicher Fachrichtungen eine innovative Geschäftsidee und treten zu einem Abschlusspitch an - vor Publikum und einer Jury aus Vertretern von Wirtschaft, Hochschule und Investoren. Dieses Jahr nahmen an der Veranstaltung über 50 Studierende aus zehn Studiengängen teil. Auch Partner aus der Praxis wie z.B. Innovationsberaterin Pranjal Henning oder Prof. Oliver Mayer und Dr. Petra Blumenroth von Bayern Innovativ waren dabei. Mit Hilfe des umfangreichen Inputs von externen Referenten sowie durch die Vermittlung von praktischen Ansätzen und theoretisch fundiertem Hintergrundwissen der wissenschaftlichen Mitarbeitenden konnten die elf Teams höchst interessante und innovative Geschäftsmodelle erarbeiten.
- Die Bayreuther Hospitation fand im Sommersemester schon zum 7. Mal, statt. Allerdings zum ersten Mal in rein digitaler Form. Konkret geht es in dieser Lehrveranstaltung um die Erarbeitung und Implementierung einer umsetzbaren und effizienten Lösung zu einer konkreten Fragestellung eines mittelständischen Unternehmens der Region Bayreuth. In diesem Semester waren Lamilux, Schicker Mineral und Walraven mit spannenden Projekten in den Bereichen Online-Marketing, Kundenzentrierung und Geschäftsmodelle für die Verwertung von B-Ware aus der Produktion dabei.
Philipp Vogler, Mitarbeiter der Stabsabteilung Entrepreneurship & Innovation, bietet neben der Lehrveranstaltung „Die Webseite als strategisches Instrument für KMUs“ auch die Bayreuther Hospitation an. Dort setzen Studierende innovative Projekte mit regionalen Unternehmen um.
Informationen zum Lehrangebot im Wintersemester finden Sie im e-learning Kurs „GründerUni Bayreuth – Lehre und Events“ oder auf unserer Homepage: https://www.gruender.uni-bayreuth.de/de/studierende/lehre/index.html

Prof. Dr. Matthias Baum
Universität Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-4654
E-Mail: matthias.baum@uni-bayreuth.de
Web: www.eship.uni-bayreuth.de

Prof. Dr. Rodrigo Isidor
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30
Gebäude: RW II Raum: 2.11
95447 Bayreuth
E-Mail: isidor@uni-bayreuth.de
Web: https://www.hrm.uni-bayreuth.de/de/index.html

Dr. Petra Beermann
Universität Bayreuth
Nürnberger Straße 38 / Haus 1
95448 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-4720
E-Mail: petra.beermann@uni-bayreuth.de
Web: www.entrepreneurship.uni-bayreuth.de
