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Gamer-Schmiede Uni Bayreuth

Die Universität Bayreuth bietet heute ein breites Angebot für Studierende und Interessierte, die sich mit dem Thema "Games" beschäftigen möchten und schafft damit ein eigenes kleines Gaming-Ökosystem. Der Kern dessen liegt im Studiengang Computerspielwissenschaften (CSW) - mit dem die Universität Bayreuth Gaming 2015 auf ein ganz neues Level hob. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Studiengäng, die in unterschiedlichen Anteilen durch Freie und Pflichtprojekte dem Thema in Berührung kommen. Darüber hinaus unterstützt die Universität Studierende bei der Gründung des eigenen Spielestudios und hostet mehrmals jährlich sogenannte GameJams.  Der Erfolg spricht für sich: Zuletzt gewannen Studierende der Universität Bayreuth beim Deutschen Computerspielpreis DCP in der Kategorie "Nachwuchspreis: Bester Prototyp". 

Die beiden Teams hinter den Prototypen "Passing By" und "Mukana - Battle of Asgard" entwickelten diese in Bayreuth. Während "Passing By", Sieger der Kategorie Nachwuchs/Prototyp (dotiert mit 50.000 €), von drei Studierenden und einer Alumna der Universität entwickelt wurde, hat auch das junge Spielestudio "Rappbit", das hinter "Mukana - Battle of Asgard" steht, seinen Sitz in Bayreuth. Die Nominierung für ihren Prototyp brachte dem Studio "Rappbit" ein Preisgeld von 25.000 € ein.

Der Preis

Der Deutsche Computerspielpreis ist eine gemeinsame Initiative der Wirtschaft und des Deutschen Bundestags und wird seit 2009 verliehen. In 15 Kategorien werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 790.000 € vergeben. Studios und Teams können ihre Spiele und Prototypen einreichen, aus denen zwölf Fachjurys über die Nominierungen in allen Kategorien entscheiden. Aus diesen Nominierungen wählt dann eine Hauptjury die Gewinner der jeweiligen Kategorien. Sowohl die Fach-, als auch die Hauptjury setzen sich aus einer diversen Gruppe an Mitgliedern zusammen. Neben Journalist*innen und Mitarbeiter*innen aus der Games-Branche sind auch Politikerinnen und Politiker sowie Professorinnen und Professoren mit Bezug zu (Video-)Spielen Teil der Jury, unter anderem Prof. Dr. Jochen Koubek, Professor für Angewandte Medienwissenschaft – Digitale Medien an der Universität Bayreuth.         

„Passing By“...

... ist ein Explorations- und Überlebensspiel, in dem Spielende in die Rolle der ballonfahrenden Spielfigur Curly schlüpfen, die einen mysteriösen Brief ausliefern muss. Dabei erkunden sie einzigartige, fliegende Inseln, auf denen kleinere Rätsel zu lösen sind. Die Jury des Deutschen Computerspielpreis hebt vor allem die Präsentation hervor: die verschiedenen Biome seien ästhetisch ansprechend und würden musikalisch passend untermalt. „Passing By“ berücksichtige ebenfalls People of Color, diverse Genderaspekte und nicht-heteronormative Lebensgemeinschaften, was der Jury positiv auffällt. Passing By kann hier auf der Seite des Mitentwicklers Marius Mühleck kostenlos heruntergeladen und gespielt werden.

In dem vergleichsweise kleinen Team wurden viele Aufgaben, besonders wenn es um den Aufbau und den Inhalt des Spiels ging, gemeinsam bearbeitet. Die Musik des Prototyps wurde vom Kommilitonen Michael Hochmuth geschrieben.

Hannah Kümmel,

CSW-Alumna,  arbeitete auch nach erfolgreichem Studienabschluss neben ihrem Job als Game Designerin  mit dem Team weiter am Prototyp. 

Marius Mühleck, ebenfalls CSW-Student, kümmerte sich bei der Entwicklung primär um die Programmierung.

Ilona Treml,
CSW-Studentin war bei der Entwicklung des Prototyps hauptsächlich für die Narration zuständig.

Jan Milosch, CSW-Student, war seit Gründung des Teams im Rahmen eines freien Projekts im Studium vor allem für den Sound und die Narration zuständig. 

Banner: Passing By

"Die Arbeit am Prototyp von Passing By haben wir beendet, damit wir uns erst einmal auf den Abschluss unseres Studiums fokussieren können. Aber mit dem Preisgeld wird es uns ermöglicht, danach mit der Planung einer Neuauflage unserer Spielidee zu beginnen, worüber wir uns natürlich sehr freuen."

-Entwickler*innen-Team: Passing By

Angebote der UBT für alle, die "irgendwas mit Games" machen wollen

Studierende, die sich für das Thema Games interessieren, können im Bachelorstudiengang Medienwissenschaft und Medienpraxis (MeWiP), neben 2 Pflicht-Projekten mit Games-Bezug, auch in ihren freien Projekten Games entwickeln.
Der anknüpfende Masterstudiengang Computerspielwissenschaften (CSW) konzentriert sich, im Gegensatz zum Bachelor, ausschließlich auf den Themenkomplex "Games". Prof. Dr. Jochen Koubek, Professor für Digitale Medien an der Universität Bayreuth, entwarf den Masterstudiengang CSW schon 2015. Er erzählt im folgenden Video unter anderem, was Studierende in Bayreuth rund um Games lernen:

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Gelernt ist gelernt... Spieleentwickler*innen der UBT

Die Universität Bayreuth unterstützt Studierende bei der Gründung eigener Spielefirmen, sogenannter Studios. Hierbei verfolgen Studierende nicht selten Ideen und Projekte, die sie im Laufe des Studiums erarbeitet haben. Die drei vorgestellten Studios und Spieleentwickler*innen sind nur ein kleiner Auszug der engagierten Studierenden der Universität Bayreuth, die alleine oder gemeinsam Spiele entwickeln. Eine Auflistung der Spiele, die von Studierenden entwickelt werden oder worden sind, findet sich hier, auf den Seiten des GIL.

  • Logo des Startup: Emergo Entertainment
    Die beiden CSW-Alumni Carl-Philipp Hellmuth und Paul Redetzky beschränken sich mit ihrem Studio Emergo Entertainment nicht ausschließlich auf Spiele, sondern sind gleichzeitig auch Dienstleister für game-engine-basierte Anwendungen. Das können unter anderem 3D-Modelle sein, die in Websites eingebunden und so besser veranschaulicht werden können. Derzeit arbeitet das Team an "Fireside", einem Spiel, dessen Idee und Prototyp aus der Teilnahme an einem GameJam hervorging. Das Spiel lässt sich kostenlos und ohne Download auf der Seite des Mitentwicklers Linus Gärtig spielen.

Game Jams...

...sind das ideale Umfeld, um sich neben dem Studium an der Konzipierung und der Umsetzung von Games versuchen. Der alljährlich stattfindende Global Game Jam bietet interessierten auf der ganzen Welt die Möglichkeit, Spiele zu entwickeln. Neben dem Global Game Jam, dem weltgrößten Event für Spieleentwicklung, gibt es noch weitere, kleinere Game Jams. Das Prinzip ist bei allen Game Jams gleich: Entwickler*innen setzen in Teams oder alleine innerhalb eines Wochenendes ein Spiel zu einem vorgegebenen Thema um. Viele Ideen und kleine Prototypen, die innerhalb eines Game Jams entstehen, werden danach weiterentwickelt und oft auch veröffentlicht. Interessierte können sich zur Bekanntgabe des Themas sowie zum gemeinsamen Entwickeln an der Universität treffen. Neben Räumlichkeiten stellt die Universität, je nach Größe des GameJams, auch Verpflegung und Ansprechpartner*innen.

Disclaimer: Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie finden Game Jams derzeit nur Online statt!

Das Game Innovation Lab...

...kurz: GIL ist ein studentisches Innovationslabor, das vom bayrischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert wird. Dort haben Studierende die Möglichkeit, ihre Projekte, Ideen und Prototypen zu entwickeln und im Austausch mit Dozent*innen, Studierenden und Gastredner*innen zu verbessern. Die kreative Arbeit in agilen Teams wird durch die technische Infrastruktur des GILs unterstützt. Dieses bietet Studierenden, durch den Zugriff auf diverse Technik, die Möglichkeit, Spiele für verschiedene Systeme zu entwickeln. So ist das Labor für die Entwicklung hybrider Spielformate mit Mixed-Reality-Technologien ausgestattet. Im Konkreten sind das z.B. Virtual-Reality-Brillen, die Spielende aufsetzen, um in die Spielwelt einzutauchen. Das GIL vernetzt die Ressourcen für Spieleentwicklung der Medienwissenschaft und der Informatik und ist für alle Studierenden der Universität Bayreuth frei zugänglich.


#Studiengänge

Prof. Dr. Jochen Koubek

Prof. Dr. Jochen Koubek

Lehrstuhlinhaber für Angewandte Medienwissenschaft/Digitale Medien Universität Bayreuth

Tel: +49 (0) 921 55 4603
E-Mail: jochen.koubek@uni-bayreuth.de

Webmaster: Team UBTaktuell