Von der KI-Idee zum Prototyp
Wie lassen sich reale Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis mithilfe Künstlicher Intelligenz lösen? Dieser Frage gingen Studierende beim Allianz AI Hackathon an der Universität Bayreuth nach. Organisiert wurde die Veranstaltung vom FIM Forschungsinstitut für Informationsmanagement an der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit Allianz Technology.

Drei Tage lang arbeiteten rund 35 Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen und Erfahrungsstufen in acht interdisziplinären Teams an praxisnahen KI-Fragestellungen. Ziel war es, innovative Lösungsansätze zu entwickeln und diese innerhalb kürzester Zeit in erste funktionsfähige Prototypen zu überführen.
Der Hackathon startete am Donnerstag mit einem gemeinsamen Auftakt und einem Networking-Dinner, bei dem sich die Teilnehmenden mit Expertinnen und Experten von Allianz Technology austauschen konnten. Am Freitag standen zunächst die Entwicklung kreativer Lösungsideen und deren konzeptionelle Ausarbeitung im Mittelpunkt. Unterstützt durch Methoden des Design Thinking sowie fachliches Mentoring von Allianz Technology und den wissenschaftlichen Betreuenden erarbeiteten die Teams ihre Ansätze. Erste Zwischenergebnisse wurden noch am selben Abend präsentiert und diskutiert. Danach ging es an die technische Umsetzung: Mithilfe moderner KI-Werkzeuge entwickelten die Studierenden erste Prototypen, die sie am Samstag vor einer Jury aus Wissenschaft und Praxis präsentierten.
Die Jury bewertete die Ergebnisse anhand von vier Kriterien: erwarteter Mehrwert, Umsetzbarkeit, Innovationsgrad und Qualität der Präsentation. Besonders überzeugen konnten dabei drei Teams, die im Rahmen der abschließenden Siegerehrung ausgezeichnet wurden.
Auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen den Erfolg der Veranstaltung: In der anschließenden Evaluation erhielt der Hackathon eine durchschnittliche Gesamtbewertung von 4,54 von 5 Punkten. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Organisation, die Zusammenarbeit in den Teams und die Möglichkeit, an realen Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis zu arbeiten.
Für einen Teil der Studierenden bildet der Hackathon den Auftakt zum Softwareprojektseminar im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik. Die entwickelten Ansätze werden dort bis zum Ende des Semesters unter wissenschaftlicher Betreuung von Prof. Dr. Tobias Guggenberger weiterentwickelt.
Der Hackathon zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Universität, angewandter Forschung und Industrie innovative Lernformate ermöglicht und Studierenden einen praxisnahen Zugang zur Entwicklung von KI-Anwendungen eröffnet. Herzlichen Dank vor allem an Doran Scholl, der seitens Allianz die Koordination der Veranstaltung übernommen hat und die Veranstaltung damit erst möglich gemacht hat.

Theresa Hübner
Universität Bayreuth
Tel.: +49 (0) 921 / 55 - 5357
Mail: theresa.huebner@uni-bayreuth.de
