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Prof. Philipps arbeitet seit vielen Jahren an den Schnittstellen von politischer Soziologie, Wissenssoziologie, Jugendforschung und Afrikastudien. Bereits während seiner Promotion an der Universität Basel erforschte er urbane Jugendproteste, politische Gewalt und verschiedene Formen der Unsicherheit in West- und Ostafrika. Internationale Forschungsaufenthalte, unter anderem in den USA, Uganda, Guinea, Frankreich und Burkina Faso, sowie vielfältige Kooperationen mit Partnern in Afrika prägen seinen wissenschaftlichen Ansatz.

Seit 2021 leitete Philipps am Africa Multiple Cluster of Excellence die Junior Research Group „Politics of the Unknown“, in deren Rahmen er und sein Team transdisziplinär zu Verschwörungstheorien, Informationsflüssen und politischen Dynamiken in Westafrika forschten. „Die Universität Bayreuth hat ein besonderes Potenzial für interdisziplinäre Forschung, die ich im Rahmen meiner Junior Research Group ‚Politics of the Unknown‘ auch sehr breit ausschöpfen durfte“, sagt Philipps.

Die engen Verbindungen zwischen Soziologie und Afrikastudien waren für Philipps schon in den vergangenen Jahren prägend. Er hebt hervor: „Die Afrikawissenschaften in Bayreuth sind auf vielerlei Ebenen sehr innovativ: die kritische und auch selbstkritische Perspektive auf die Wissensproduktion zu ‚Afrika‘ und die Bereitschaft, zu strukturellen Veränderungen innerhalb des Wissenschaftsbetriebs beizutragen, sind für mich hier Kernaspekte gewesen.“

An der Universität Bayreuth wirkte er bereits als Vertretungsprofessor am Lehrstuhl Soziologie in Afrika und lehrte zu Themen der globalen Soziologie, der qualitativen Methodologie und der African Studies. Parallel koordinierte und leitete er ein internationales Forschungsprojekt zu sozialen Medien in Protestbewegungen, sowie ein Austauschprojekt auf Master-Ebene zur Rolle der Afrikaforschung in den Sozialwissenschaften.

Mit der neuen Professur baut Philipps nun ein Forschungsfeld weiter aus, das ideal zur Ausrichtung der Bayreuther Soziologie passt: „Im Rahmen meiner Disziplin der Soziologie fasziniert mich die Verbindung in Bayreuth von Wissenssoziologie, sozialer Praxis, Mikrosoziologie und qualitativer Methodologie, an die ich mit meiner Professur ‚Soziologie der Unsicherheit‘ sehr gut anknüpfen kann.“

Für die kommenden Jahre hat Philipps ein klares Ziel: die Vernetzung zwischen Soziologie und Afrikastudien weiter auszubauen und die interdisziplinäre Forschung in Bayreuth zu stärken. Mit seinem internationalen Netzwerk, seiner Erfahrung in Drittmittelprojekten und seinem Fokus auf gesellschaftliche Unsicherheiten bringt er ein Profil an die Universität Bayreuth, das sowohl Studierenden als auch der Forschung neue Impulse geben wird.

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Jennifer Opel

Jennifer Opel

Stellvertretende Pressesprecherin, Leitung Campusmagazin UBTaktuell

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