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Männergesundheit

Verantwortlich für das vom Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit geförderten Projekt „Männersache im Heilbad“ ist der Lehrstuhl für Sozial- und Gesundheitswissenschaften des Sports der Universität Bayreuth unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Tittlbach. Wissenschaftlicher Mitarbeiter Tizian Schuck begleitet die Konzeption und Umsetzung des Programms und leitete unter anderem die sportpraktischen Einheiten.

Die Kompaktwoche richtete sich an Männer ab 45 Jahren, die ihre körperliche Aktivität und ihr Gesundheitsverhalten verbessern möchten. Zentraler Veranstaltungsort war das Siebenquell GesundZeitResort in Bad Weißenstadt am See. Ergänzend nutzte das Projekt die besonderen Gesundheits- und Naturressourcen des Kurortes, darunter den Kurwald, den Kurpark und weitere Standorte im Stadtgebiet.

Das Konzept verbindet tägliche Bewegungseinheiten mit gesundheitsfördernden Angeboten eines Kurortes. Neben Kraft-, Ausdauer- und Koordinationsübungen standen auch spielerische Bewegungsformen, Outdoor-Aktivitäten und gemeinschaftliche Sporteinheiten auf dem Programm. Ergänzt wurde das Angebot durch Waldbaden, Wald-Yoga, Aqua-Cycling, Gesundheitswanderungen sowie eine Einführung in die Kneipp-Anwendungen. Auch Freizeitangebote wie eine Stadtführung und eine Bergwerkswanderung waren Teil der Woche.

„Zum ersten Mal seit Jahren bin ich durch Bewegung wieder richtig ins Schwitzen gekommen. Durch die Übungen und die Spielphasen bin ich wirklich an meine Grenzen gegangen – ich habe seit Jahren nicht mehr so Sport gemacht“, erzählt einer der Teilnehmer.

Die Universität Bayreuth untersucht dabei nicht nur die Durchführung des Programms, sondern vor allem dessen Wirkung. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Akzeptanz und Machbarkeit des Konzepts: Wie erleben die Teilnehmer die Bewegungs- und Gesundheitsangebote? Welche Elemente werden als besonders motivierend wahrgenommen? Und kann eine intensive Gesundheitswoche langfristige Veränderungen im Alltag anstoßen?

Vor, während und nach der Kompaktwoche werden verschiedene gesundheitsbezogene Aspekte erhoben, darunter subjektive Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und psychosoziale Gesundheitsressourcen. Nach ihrer Rückkehr werden die Teilnehmer zusätzlich acht Wochen digital begleitet. Dieses Forschungsdesign ermöglicht es, Veränderungen über die eigentliche Interventionswoche hinaus zu beobachten.

Die ersten Rückmeldungen fallen positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die Kombination aus Bewegung, Gesundheitsförderung und Gemeinschaftserlebnis sowie der hohe Spaßfaktor der Sporteinheiten. „Es zwickt schon, aber es ist ein angenehmes Gefühl. Ich habe nicht zu viel gemacht und die Belastung war gut dosiert“, sagt ein weiterer Teilnehmer. Trotz des anspruchsvollen Programms wurde die Belastung von den Teilnehmern überwiegend als angemessen und gut dosiert wahrgenommen.

Ein weiterer Durchgang des Programms ist bereits geplant: Die zweite Kompaktwoche findet vom 20. bis 26. September 2026 statt. Mit den dort gewonnenen Erkenntnissen möchte die Universität Bayreuth das Konzept weiterentwickeln und zusätzliche wissenschaftliche Daten zur Gesundheitsförderung von Männern sammeln.

Männersache
Männersache
Susanne Tittlbach

Prof. Dr. Susanne Tittlbach

Vizepräsidentin für Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit
Jennifer Opel

Jennifer Opel

Stellvertretende Pressesprecherin, Leitung Campusmagazin UBTaktuell

Tel: +49 (0)921-55 5893
E-Mail: jennifer.opel@uni-bayreuth.de

Webmaster: Team UBTaktuell