Natasha A. Kelly ist Kommunikationswissenschaftlerin, Soziologin, Autorin, Kuratorin, Künstlerin, Netzwerkerin – und nun auch Professorin für Global African Arts an der Uni Bayreuth sowie wissenschaftliche und künstlerische Leitung des Iwalewahauses. Mit ihrem interdisziplinären Ansatz, der Wissenschaft, Kunst und gesellschaftliches Engagement verbindet, bringt sie neue Impulse in Forschung und Lehre rund um die Afrikastudien der Uni Bayreuth ein.

Kellys Forschungsschwerpunkte reichen von Schwarzer deutscher Geschichte über Intersektionalität und Feminismus bis hin zu Afrofuturismus. Ihre Publikationen wie „Afrokultur“, „Millis Erwachen“ und „Schwarz. Deutsch. Weiblich“ sind wegweisend für die kritische Auseinandersetzung mit strukturellem Rassismus und kultureller Repräsentation. Vor 40 Jahren kam sie selbst aus London, England, nach Deutschland. „Migration ist kein Defizit, sondern gewinnbringend für die Gesamtgesellschaft“, betont sie im Gespräch mit UBTaktuell.

Ihre wissenschaftliche Karriere begann sie an der Universität Münster, wo sie Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Englische Philologie studierte. Nach ihrer Promotion in Münster in Kommunikationswissenschaft und Soziologie war sie im Rahmen zahlreicher Lehraufträge, Gastvorträge und Gastprofessuren an renommierten nationalen und internationalen Hochschulen tätig, darunter Harvard und Oxford. Mit ihrer Berufung an die Universität Bayreuth findet Kelly nun ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld vor: „Die Afrikastudien gehören zu den Gründungssäulen der Universität Bayreuth. Sie sind nicht nur ein Anhängsel oder werden nur prekär gefördert, sondern hier ist eine Struktur gegeben, auf die langfristig aufgebaut werden kann. Das ist einmalig in Deutschland“, sagt sie.

Auch der Lehrstuhl Global African Arts ist bundesweit einmalig. „Gerade jetzt, wo an Universitäten andernorts die afrikanische Kunstgeschichte gekürzt wird und komplett wegfällt, trägt mein Lehrstuhl deutschlandweit und auch international eine große Bedeutung“, so Kelly. Künftig will sie das Forschungsfeld der afrikanischen Kunst öffnen, es global neu denken und dadurch eine weltweite Sichtbarkeit für diese wichtige Thematik schaffen. Denn Kelly sieht Kunst als breit gefassten Begriff, der nicht nur Historik abdeckt, sondern als Handlungsraum auch die Gesellschaft mitgestalten kann.

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Theresa HübnerStellv. Pressesprecherin

Universität Bayreuth
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