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v.l.n.r.: Prof. Dr. Hartmut Egger, Dr. Leandro Navarro, Preisträger Julius Lustfeld, Präsidenten der Hauptverwaltung in Bayern Reinhold Vollbracht, Preisträger Joshua Greubel, Prof. Dr. Fabian Herweg

Julius Lustfeld wurde für seine Bachelorarbeit mit dem Titel „The Impact of Major Crises on Safe Haven Currencies“ ausgezeichnet, welche er am Lehrstuhl VWL II (Prof. Dr. Hartmut Egger; Dr. Leandro Navarro) verfasst hat. In seiner Arbeit untersucht er, wie sich Wechselkurse sogenannter Safe‑Haven‑Währungen in Zeiten großer wirtschaftlicher Krisen verändern. Aufbauend auf der bestehenden Forschung erweitert er den Analysezeitraum bis in die jüngste Vergangenheit und analysiert mithilfe moderner ökonometrischer Methoden, ob Krisen selbst strukturelle Veränderungen in den Zusammenhängen zwischen Unsicherheit und Wechselkursbewegungen verursachen. Seine Ergebnisse zeigen, dass die Safe‑Haven‑Eigenschaften wichtiger Währungen wie des Schweizer Franken oder des japanischen Yen nicht konstant sind, sondern sich im Zeitverlauf mit den globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern.

Joshua Greubel hat am Lehrstuhl VWL VIII (Prof. Dr. Fabian Herweg) seine Masterarbeit zu „Credit Crunches in Green Finance: Implications for Green Investments and Abatement Decisions“ verfasst. In seiner Arbeit untersucht Joshua Greubel, wie Finanzmarktunvollkommenheiten Investitionen in klimafreundliche Technologien und Maßnahmen zur Emissionsvermeidung beeinflussen können. Ausgangspunkt seiner Analyse ist die Beobachtung, dass die grüne Transformation der Wirtschaft enorme Investitionen erfordert, Unternehmen für diese Investitionen jedoch häufig auf externe Finanzierung angewiesen sind. Wenn Banken nicht genau einschätzen können, welche Unternehmen besonders effizient Emissionen reduzieren können, kann es dazu kommen, dass gesellschaftlich sinnvolle Projekte nicht ausreichend finanziert werden. Joshua Greubel analysiert zunächst ein aktuelles Forschungsmodell aus der Literatur zur grünen Finanzierung und entwickelt darauf aufbauend ein eigenes theoretisches Modell, in dem Unternehmen nicht nur zwischen Technologien wählen, sondern auch entscheiden, wie viel Kapital sie aufnehmen und wie stark sie ihre Emissionen reduzieren. Seine Ergebnisse zeigen, dass ein CO₂-Preis allein nicht ausreicht, um die gesellschaftlich optimale Investitions- und Emissionsentscheidung zu erreichen, wenn Finanzierungsbeschränkungen bestehen, und dass eine Kombination aus CO₂-Bepreisung und gezielten finanzpolitischen Maßnahmen erforderlich ist. Nach Abschluss seines Masterstudiums hat Joshua Greubel eine Promotion im Bereich Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth aufgenommen, in der er die in seiner Masterarbeit behandelten Fragen weiter vertieft.

Der Sonderpreis der Hauptverwaltung in Bayern der Deutschen Bundesbank wird für hervorragende Abschlussarbeiten an ausgewählten bayerischen Universitäten in den Bereichen Geldpolitik und Bankenregulierung sowie barer und unbarer Zahlungsverkehr und Finanzstabilität vergeben. Die Auszeichnung fand im März in den Räumlichkeiten der Deutschen Bundesbank in München statt und wurde von Reinhold Vollbracht, dem Präsidenten der Hauptverwaltung in Bayern, vorgenommen. Im Anschluss an die Preisverleihung hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich über aktuelle geldpolitische Themen und mögliche zukünftige Kooperationen auszutauschen. Die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bundesbank und der Universität Bayreuth wird dabei insbesondere durch den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre I (Prof. Dr. Klaus Schäfer) getragen.

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Theresa Hübner

Stellv. Pressesprecherin

Universität Bayreuth
Tel.: +49 (0) 921 / 55 - 5357
Mail: theresa.huebner@uni-bayreuth.de

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