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Prof. Dr. Christoph Kurat und Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible

Der gebürtige Österreicher Christoph Kurat studierte an der Karl-Franzens Universität Graz Molekularbiologie und Biochemie. Seinen Doktortitel erlangte er im Fachbereich Biochemie im Jahr 2008 an der Universität Graz, wo er anschließend in der Lehre und als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Seinen Post Doc absolvierte er an der University of Toronto in Kanada, wo er mit einem EMBO Long Term Fellowship vier Jahre lang zu Histontranskription und Zellzyklus forschte. Mit einem Marie Curie Fellowship wechselte er 2013 ans Labor von Dr. John Diffley am Francis Crick Institut in London, England. Dort beschäftigte sich Kurat mit Replikationsforschung und dem Nachbau von Replikationsvorgängen in vitro. Ab 2017 war er Gruppenleiter am Biomedizinischen Centrum (BMC) der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 2025 ins renommierte Heisenberg-Programm der DFG aufgenommen. Im Rahmen dieses Programms hat er nun die Heisenberg-Professur für Genetik II an der Uni Bayreuth übernommen.

„Der Wechsel an die Uni Bayreuth war für mich ein no-brainer“, sagt Kurat. „In München war ich am Medizincampus, wollte aber immer in die reinen Naturwissenschaften zurück. Ich habe das Gefühl, in Bayreuth sehr gut reinzupassen. Außerdem gibt es hier bereits Topforschung zu Transkription, Translation, und dem Zellzyklus, allerdings noch nicht zur Replikation. Hier komme ich ins Spiel.“

Bereits während seiner Forschungsarbeiten an der LMU entdeckte er mit seinem Team, dass ein Replikationsursprung in Bäckerhefe – einem Modellorganismus in der Genetikforschung – eine weitere essenzielle Funktion für die Replikation hat. Die Forschung daran möchte Kurat in Bayreuth fortsetzen und auf ein humanes System umlegen. „Der Lehrstuhl von Professor Stemmann in Bayreuth hat so ein System zur humanen Expression schon laufen. Ich will künftig herausfinden, ob die Erkenntnisse aus meiner Studie auch für höhere eukaryotische Systeme gelten. Zudem möchte ich erforschen, wie Mutationen in Proteinkomplexen, die am Replikationsursprung binden, möglicherweise zu Krebs beitragen“, so Kurat.

Auch die Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit haben Kurat von Bayreuth überzeugt. „Mein Ziel ist der Aufbau möglichst vieler interdisziplinärer Kooperationen innerhalb der Universität und darüber hinaus. Ich bin überzeugt, dass wir durch enge Zusammenarbeit unsere Forschung nachhaltig stärken und spannende Fortschritte erzielen können“, sagt Kurat.

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Theresa Hübner

Stellv. Pressesprecherin

Universität Bayreuth
Tel.: +49 (0) 921 / 55 - 5357
Mail: theresa.huebner@uni-bayreuth.de

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