Bundesweiter Mädchenzukunftstag Girls‘ Day 2026 an der UBT
Im Rahmen der bundesweiten Initiative zum Mädchenzukunftstag Girls‘ Day wurden am 23. April 2026 wieder zahlreiche Schülerinnen am Campus der Uni Bayreuth begrüßt.

Insgesamt kamen 53 Teilnehmerinnen (BT 37, KU 16) aus 20 unterschiedlichen Schulen an den Campus Bayreuth und den Standort Kulmbach, um in einem der neun spannenden Mitmach-Workshops selbst zur Nachwuchswissenschaftlerin zu werden und zu aktuellen und spannenden Fragen im Bereich der universitären MINT-Fächer zu forschen. In den Workshops wurde experimentiert, gefiltert, pipettiert, gemessen, programmiert, mikroskopiert und noch einiges mehr. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Mensa und der anschließenden Abschlussveranstaltung präsentierten die Teilnehmerinnen, was sie in den einzelnen Workshops gemacht haben und teilten, was für sie besonders beeindrucken war.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen beteiligten Workshop-Teams für ihr tolles Engagement und bei unseren Teilnehmerinnen für die vielen interessanten Fragen und ihre Begeisterungsfähigkeit.
Beteiligt waren: Bayreuth Center for Stable Isotope Research in Ecology and Biogeochemistry, Lehrstuhl Biochemie der Ernährung, Lehrstuhl Biochemie der Organismen, Lehrstuhl Elektronik Elektrischer Energiespeicher, Lehrstuhl Experimentalphysik II, Lehrstuhl Experimentalphysik V, Lehrstuhl Genetik der Nutzpflanzen, Lehrstuhl Makromolekulare Chemie, Lehrstuhl für Molekulare Muskel- und Sportphysiologie, Keylab Glastechnologie, Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik.
Das waren die Workshops in Bayreuth:
„Warum ist Glas durchsichtig? Und wie kommt Farbe ins Glas?“
Ob Fensterscheibe, Getränkeflasche oder Handydisplay - überall wird der vielfältige und wandlungsfähige Werkstoff Glas genutzt. In diesem Workshop haben die Teilnehmerinnen gelernt, warum Glas transparent ist, aber Metalle nicht - und wie man Gläser bei sehr hohen Temperaturen schmilzt. Zudem gestalteten sie selbst eine eigene farbige Glasscheibe.
„Mikroorganismen auf der Spur – Werde zur Forscherin mit deinem eigenen Mikroskop!“
In diesem Workshop machten sich die Teilnehmerinnen auf die Suche nach den allerkleinsten Lebewesen unserer Erde. Im Labor beobachteten die Teilnehmerinnen zuerst lebende Zellen und Mikroorganismen mit Forschungsmikroskopen aus der Biophysik. Anschließend bauten sie sich ihr eigenes Papiermikroskop zusammen und untersuchten damit verschiedene Proben. Mit ihrem Mikroskop können sie auch nach dem Workshop selbst noch weiter forschen.
„Code? Nein. Ideen! KI verstehen und selbst steuern“
In diesem interaktiven Workshop stand das aktive Arbeiten mit Generativer KI wie ChatGPT im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen haben gelernt, wie KI auf Sprache reagiert, indem sie eigene Prompts entwickelten, umformulierten und gemeinsam reflektierten. Dabei wurde deutlich, wie stark präzise Formulierungen und Vorgaben die Ergebnisse beeinflussen und wie KI gezielt gesteuert werden kann. Gemeinsam diskutierte die Workshopgruppe den verantwortungsvollen Umgang mit KI, insbesondere im Hinblick auf den schulischen Kontext.
„Chemie zum Anfassen und mitnehmen: Kunststoff aus der Natur“
Die Teilnehmerinnen stellten in diesem Workshop Kunststoff aus natürlichen Rohstoffen selbst her. Schritt für Schritt wurde aus Milchsäure, die auch in der Natur vorkommt, ein Polymer hergestellt, erhitzt und als flüssige Masse in die Form eines Talers gegossen. In einem zweiten Versuch haben die Teilnehmerinnen aus Holzleim und Mehl eigene springende Gummibälle hergestellt und herausgefunden, wie unterschiedlich Kunststoffe sein können und wo sie im Alltag vorkommen.
„CSI-Isotopen-Challenge “IsoTopSecret””
„Wer hat die Kaffeekasse geklaut?“ Im Rahmen dieser Frage agierten die Teilnehmerinnen als Isotopen-Detektivinnen und führten Befragungen verdächtiger Personen durch, nahmen Haarproben und analysierten diese sowie Wasserproben aus verschiedenen Quellen. Dabei fanden sie heraus, wie die natürlich vorkommenden Isotope der Elemente Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Sauerstoff helfen, Informationen über Herkunft, die letzten Aufenthaltsorte und die Ernährungsgewohnheiten einer verdächtigen Person zu gewinnen. So konnte der Diebstahl anhand der Isotopenmuster aufgeklärt werden.
Das waren die Workshops in Kulmbach:
„Wie viel Protein steckt wirklich drin? Auf Spurensuche im Labor“
Proteine in Form von Proteinshakes, Proteinbars oder anderen High-Protein-Produkten sind gerade voll im Trend. Die Teilnehmerinnen untersuchten, wie viele Protein tatsächlich in unseren Lebensmitteln enthalten ist und es nachgewiesen werden kann. Sie verglichen den Proteingehalt in verschiedenen Produkten, stellten Proteinhomogenate her und wiesen die Proteinmenge und Zusammensetzung in Laborexperimenten nach.
„Krankheitsabwehr in Pflanzen: der DNA auf die Spur!“
Auch Pflanzen werden krank. Sie bekommen zwar kein Fieber, wehren sich aber - genauso wie wir auch - gegen Viren und Bakterien. Die Teilnehmerinnen erforschten in diesem Workshop, wie Pflanzen Krankheiten abwehren und warum das wichtig für uns und unsere Ernährung ist. Dazu fanden sie heraus, wie die DNA einer Pflanze aussieht und im Labor untersucht werden kann.
„Hefe – Die Welt der Mikroorganismen“
In diesem Workshop untersuchten die Teilnehmerinnen, wie Bäckerhefe Teig aufgehen lässt, züchteten selbst Hefe im Labor, schrieben mit ihr Geheimschrift und entdecken Hefezellen unter dem Mikroskop. So wurde für sie die Welt der Mikroorganismen sichtbar.
„Unsichtbares sichtbar machen – Muskelgewebe unter dem Mikroskop“
Wie sieht ein Muskel eigentlich von innen aus? In diesem Workshop tauchten die Teilnehmerinnen in die Welt der Histologie. Sie färbten Skelettmuskel-Gewebe mit einer speziellen Methode (SDH-Färbung) und untersuchten verschiedene bereits gefärbte Gewebeschnitte unter dem Mikroskop. Dabei lernten sie, wie unterschiedliche Zelltypen und Strukturen sichtbar gemacht werden und was sie über die Funktion des Muskels verraten.

Stefanie Raab-Somabe
Stabsabteilung Chancengleichheit
Universitätsstraße 30
Gebäude B8
95447 Bayreuth
Tel.: 0921-55 2213
E-Mail: chancengleichheit@uni-bayreuth.de

Jennifer Opel
Tel: +49 (0)921-55 5893
E-Mail: jennifer.opel@uni-bayreuth.de
