Rund 90 Tandems an 31 Hochschulen
Seit dem 1. Oktober arbeiten rund 90 studentische KI-Tutorinnen und KI-Tutoren gemeinsam mit Lehrenden daran, Künstliche Intelligenz sinnvoll in Lehrveranstaltungen zu bringen. Koordiniert wird das bayernweite Programm am Zentrum für Hochschullehre der Universität Bayreuth.

Ein Ausschnitt der beiden Online-Willkommenstreffen im Oktober 2026. Von 87 KI-Tutorinnen und KI-Tutoren waren 81 dabei.
Im Sommer hatte die Universität Bayreuth Lehrende aufgerufen, sich mit einem konkreten Lehrvorhaben um eine KI-Tutorin oder einen KI-Tutor zu bewerben. Jetzt geht es los: An 31 bayerischen Hochschulen haben zum 1. Oktober rund 90 Tandems ihre Arbeit aufgenommen. Beteiligt sind alle Hochschularten, von Universitäten über Hochschulen für angewandte Wissenschaften bis zu den Kunsthochschulen. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert das Programm. Koordiniert wird es vom Zentrum für Hochschullehre (ZHL) der Universität Bayreuth gemeinsam mit dem Bayerischen Zentrum für Innovative Lehre (BayZiel).
Was in den Tandems passiert
In jedem Tandem arbeiten eine studentische Tutorin oder ein Tutor und eine Lehrperson an einem konkreten Vorhaben in einer Lehrveranstaltung. Am Anfang steht immer die didaktische Frage: Was sollen die Studierenden lernen, und kann KI ihnen dabei helfen? Die Ideen sind so vielfältig wie die Fächer. Allein an der Universität Bayreuth sind sechs Tandems aktiv. Eines entwickelt eine KI-gestützte Laboreinweisung für das Batterieforschungszentrum BayBatt, ein anderes erprobt in der Sportwissenschaft, wie ein KI-Dialogsystem Rückmeldung zur Bewegungstechnik geben kann.
Die Ziele
Studierende und Lehrende sollen KI reflektiert und fachlich passend in Studium und Lehre einsetzen. Dabei lernen beide Seiten voneinander: Die Tutorinnen und Tutoren bringen den Blick der Studierenden mit, die Lehrenden ihr Fach und ihre Erfahrung in der Lehre. Die Erfahrungen sollen außerdem nicht an einer einzelnen Hochschule hängen bleiben. Die Tandems vernetzen sich bayernweit über Fächer und Hochschularten hinweg und machen ihre Ergebnisse für andere nutzbar.
„Die Tutorinnen und Tutoren sind selbst Studierende und wissen, wo KI beim Lernen hilft und wo sie eher im Weg steht. Diesen Blick bringen sie in die Lehre ein. Darauf freuen wir uns sehr“, sagt Jonas Glaser, der das Programm am ZHL koordiniert.
So geht es weiter
Zum Einstieg absolvieren die Tutorinnen und Tutoren einen Online-Kurs zu den Grundlagen von KI, zur Didaktik und zu den Fallstricken von KI beim Lernen. Im Oktober und November treffen sich alle Tandems zu zwei Kick-off-Wochenenden in Bamberg und Eichstätt. Danach bleiben sie über eine gemeinsame Austauschplattform in Kontakt. Die Tutorinnen und Tutoren sind bis Ende Juli 2027 angestellt, erste Ergebnisse sollen im Frühjahr 2027 sichtbar werden.
Kontakt
Lehrende und alle, die sich für das Programm interessieren oder eigene Erfahrungen mit KI in der Lehre teilen möchten, erreichen das Koordinationsteam unter kontakt@ki-tutorien.bayern. Weitere Informationen gibt es auf ki-tutorien.bayern. Ansprechpersonen sind Jonas Glaser (ZHL, Universität Bayreuth) und Jana Bay (BayZiel).
Jonas Glaser
Zentrum für Hochschullehre (ZHL) der Universität Bayreuth
Koordination „KI-Tutorien Bayern"
E-Mail: jonas.glaser@uni-bayreuth.de | Telefon: +49-921 / 55 – 4638
Webseite: http://zhl.uni-bayreuth.de
Aktuelles Seminarprogramm: http://www.profilehreplus.de/seminare
KI-Tutorien Bayern: ki-tutorien.bayern | kontakt@ki-tutorien.bayern

Jennifer Opel
Tel: +49 (0)921-55 5893
E-Mail: jennifer.opel@uni-bayreuth.de
