v.l.n.r.: Doktorvater und Erstgutachter Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel, Michelle Hartbauer und Zweitgutachterin Prof. Dr.-Ing. Edda Rädlein.

Die ersten Promotionen zum Dr.-Ing. an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Uni Bayreuth erfolgten bereits im Jahr 1999. Seither ist die Anzahl der erfolgreichen Promotionsvorhaben stetig gestiegen und unterstreicht damit die Forschungsstärke der Fakultät.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Tremmel, Dekan der Fakultät, über diesen Erfolg: „Die 500. erfolgreiche Promotion an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften ist ein Meilenstein, der nicht nur unsere wissenschaftliche Leistungsfähigkeit unterstreicht, sondern auch eine über 25-jährige Tradition von Exzellenz, Innovation und Interdisziplinarität in der ingenieurwissenschaftlichen Forschung an der Universität Bayreuth belegt. Jährlich promovieren derzeit zwischen 25 und 35 Doktorandinnen und Doktoranden an unserer Fakultät – eine beachtliche Zahl, die auch durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrstühlen der Fakultät und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industriepartnern sowie im Rahmen von internationalen Kooperationen ermöglicht wird. Besonders erfreulich ist, dass diese Promotionsvorhaben mit einer durchschnittlichen Dauer von 3,5 Jahren und zum Großteil mit einer sehr guten Note abgeschlossen werden. Dies ist ein deutliches Zeichen für eine effiziente Betreuung, strukturierte Förderung und die hohe Qualität unserer Promotionsprozesse. Die Fakultät blickt mit Stolz auf ihre 500 Promovierten – auch wenn eine Promotion nur einen der vielen Wege für eine erfolgreiche Karriere im Ingenieurwesen darstellt. Viele unserer Absolventinnen und Absolventen finden bereits nach dem Masterabschluss herausragende Positionen in Industrie, Forschung, Verwaltung oder Start-ups mit gesellschaftlichem Impact und hoher Anerkennung. Doch wenn unsere Absolventinnen und Absolventen das Interesse an Forschung und den Themen von Übermorgen haben, dann freuen wir uns auf die nächsten 500 Promotionen!“

Michelle Hartbauer nach erfolgreicher Verteidigung ihrer Dissertation. Der Feustel mit eingraviertem Lehrstuhl-Logo ist das traditionelle Geschenk der Kolleginnen und Kollegen für frisch Promovierte.

Die Jubiläums-Promotion von Michelle Hartbauer beschäftigte sich mit metallischen Verschleißschutzschichten und wurde von Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel, Inhaber des Lehrstuhls für Metallische Werkstoffe, betreut. Verschleißschutzschichten haben in der industriellen Fertigung eine immense Bedeutung. Sie ermöglichen es, kostengünstige Grundwerkstoffe widerstandsfähiger zu gestalten, insbesondere, wenn diese hohen Temperaturen und abrasiven oder korrosiven Medien ausgesetzt sind.

Frau Hartbauers Promotion, im Rahmen eines Projekts der Bayerischen Forschungsstiftung, befasste sich mit dem Einsatzverhalten thermisch gespritzter Schutzschichten auf Basis von intermetallischen Systemen aus Nickel und Aluminium sowie aus Eisen und Aluminium im Kontakt mit Glasschmelzen. Die Wechselwirkungen der aluminiumhaltigen intermetallischen Schutzschichten mit handelsüblichen Kalk-Natron-Glasschmelzen wurden intensiv erforscht, unter anderem unter realen Produktionsbedingungen. Hier konnte der Erfolg der Verschleißschutzschichten nachgewiesen werden. Sie hielten den besonders widrigen Bedingungen mehr als 9 Stunden stand, allerdings nach jetzigem Stand noch mit leichten Verfärbungen im Glas. Somit konnte durch die Forschung von Frau Hartbauer gezeigt werden, dass auf konventionelle Schmiermittel aus Öl und Graphit bei der Glasflaschenherstellung verzichtet werden könnte. Das schont die Umwelt und verbessert die Arbeitsbedingungen.

Prof. Dr.-Ing. Stephan Tremmel

Prof. Dr.-Ing. Stephan Tremmel

Inhaber des Lehrstuhls für Konstruktionslehre und CAD
Dekan der Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / FAN C
D-95447 Bayreuth
Telefon: +49 (0) 921 / 55-7194
E-Mail: stephan.tremmel@uni-bayreuth.de
www.konstruktionslehre.uni-bayreuth.de

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