Emil Warburg-Preise 2024 vergeben
Dr. Christina Witt und die Mechanischen Werkstätten an der Universität Bayreuth haben die Emil Warburg-Preise 2024 erhalten.
Dr. Christina Witt (Wissenschaftspreis, 3. von rechts), Prof. Dr. Anna Köhler (5. von rechts); Peter Schmidt (5. von links) stellvertretend für alle Mitarbeitenden der mechanischen Werkstätten (Technikpreis); Oberbürgermeister und Vorsitzender des Vorstandes der Emil Warburg-Stiftung Thomas Ebersberger (ganz rechts); Vorstand Sparkasse Bayreuth Wolfgang Hetz (ganz links).
Der Emil Warburg-Technikpreis 2024 ging an die Mechanischen Werkstätten der Universität Bayreuth. Damit wird ihre engagierte und substanzielle Zuarbeit an die Forschungslabore am Campus ausgezeichnet. Versuchsaufbauten in der Experimentalphysik müssen für neue Forschungsfragen immer wieder umgebaut und neu konzipiert werden. Für die technischen Umbauten ist die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Werkstätten und deren geballte Erfahrung aus vielen früheren Umbauten enorm wichtig. Da solche Umbauten nicht immer auf Anhieb funktionieren, sind auch die kurzen Wege zwischen Werkstätten und den Laboren auf dem Campus sowie das Engagement der Werkstätten entscheidend für den Fortgang der Forschung in experimentellen Fachgebieten. Forschung an den Universitäten findet zum Großteil im Rahmen von Master- und insbesondere von Doktorarbeiten statt. Damit diese im vorgesehenen zeitlichen Rahmen durchgeführt werden können, ist ebenso eine zügige Zuarbeit der Werkstätten von zentraler Bedeutung.
Der Wissenschaftspreis ging an Dr. Christina Witt für ihre herausragenden Beiträge zum Verständnis neuartiger Halbleitermaterialien. Witt promovierte am Lehrstuhl Experimentalphysik II von Prof. Anna Köhler. Das Thema ihrer ausgezeichneten Doktorarbeit lautet „Verständnis der Morphologie und der optoelektronischen Eigenschaften von pulverbasierten, druckverarbeiteten Bleihalogenid-Perowskiten“. Diese neuen Halbleitermaterialien lassen sich bei Raumtemperatur herstellen und sind z.B. für Anwendungen in Solarzellen, Röntgendetektoren und Leuchtdioden geeignet. Wichtig sind dünne Filme dieser Perowskite. Die Morphologie dieser Filme, mit der sich Witt beschäftigte, spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz in den genannten Anwendungen. Die Gutachter ihrer Doktorarbeit betonen den Pioniercharakter der Studie; zudem ist es „das hohe Maß an methodischer Genauigkeit und sorgfältiger Diskussion, das diese Studie besonders wertvoll macht.“
Im Anschluss an die Preisverleihung hielt PD Dr. Elina Olthof von der Universität Köln den Festvortrag zum Thema „Neue Halbleitermaterialen“.