Silbermedaille für Physik-Nachwuchs
Ein Team des TAO-Schülerforschungszentrums an der Universität Bayreuth (SFZB) hat bei der Deutschen Physikmeisterschaft, dem German Young Physicists‘ Tournament (GYPT), die Silbermedaille gewonnen. Benjamin Graf vom Hochfranken-Gymnasium in Naila, Elisa Schöps vom Gymnasium in Münchberg und Alan Stranjak vom Emil-von-Behring Gymnasium in Spardorf wurden bei der Meisterschaft im Physikzentrum in Bad Honnef nur knapp vom Goldteam aus Lörrach geschlagen. Die Silbermedaille und Preise bekamen die drei von der designierten Präsidentin der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und Alumna der Uni Bayreuth, Frau Dr. Heike Riel, überreicht.
Von links: Dr. Heike Riel, Benjamin Graf, Elisa Schöps und Alan Stranjak.
Felix Wechsler
Bei der Deutschen Physikmeisterschaft GYPT im Physikzentrum der DPG geht es ähnlich zu wie bei einer internationalen Wissenschaftstagung: Beim GYPT präsentieren Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsergebnisse aus den letzten Monaten in einem Vortrag von 12 Minuten und müssen sich dann 16 Minuten kritischen Fragen auch auf Englisch stellen, die ihnen die konkurrierenden Teams und die hochkarätig besetzte Jury stellen. Die drei Gewinner der Silbermedaillie vom SFZB gehören auch in der Einzelwertung zu den Besten des Wettbewerbs und aus dieser Gruppe wird das fünfköpfige Nationalteam rekrutiert, das Deutschland vom 5.-12. Juli in Zürich in der Schweiz bei der Physikweltmeisterschaft vertritt.
Frau Dr. Riel, die 2003 an der Universität Bayreuth in Physik promovierte, betonte bei der Preisverleihung: „In diesem Jahr ist rund ein Drittel der Teilnehmenden weiblich, was für einen Physikwettbewerb alles andere als selbstverständlich ist.“
Der von den Wettbewerbsteilnehmern am häufigsten genannte Grund für eine GYPT-Teilnahme ist neben der wissenschaftlichen Neugierde auch der Austausch mit gleichgesinnten jungen Leuten. „Die ansteckende Neugierde und Begeisterung des Nachwuchses sind eine großartige Ausgangsbasis für die zukünftige Generation von Forscherinnen und Forschern, die man nicht genug fördern kann“, so Physik-Professor Walter Zimmermann, Koordinator des Schülerforschungszentrums an der Universität Bayreuth.
„Mit dem erneuten Gewinn der Silbermedaille eines Bayreuther Teams wurden Alan, Benjamin und Elisa für ihre kreative und ausdauernde Forschung belohnt, die sie seit Herbst mit Unterstützung ihrer Schulen und des Betreuungsteams aus Berin und Tarek Becic, Niklas Brütting, Frederik Gareis und Sebastian Friedl am SFZB durchführten. Letztere waren früher selbst bei nationalen und internationalen Physikwettbewerben erfolgreich und geben heute ihre Erfahrung weiter“, so Zimmermann.
Die drei erstplazierten Teams bei der Deutschen Physikmeisterschaft werden auf Einladung der DPG zwei Tage lang an einer exklusiven Führung durch das CERN in Genf – die weltweit größte Teilchenbeschleunigungsanlage – teilnehmen. Die mit dem Wettbewerb einhergehende und international ausstrahlende Talentförderung durch das GYPT wird durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft und finanziell durch die Wilhelm und Else Heraeus Stiftung getragen. Darüber hinaus tragen entscheidend zahlreiche Ehrenamtliche zum Gelingen der Deutschen Physikmeisterschaft bei, wie beispielsweise die 45 Jurymitglieder beim diesjährigen Wettbewerb aus dem gesamten Bundesgebiet.

