2020 – Ihr aufreibendstes Jahr als Uni-Präsident?
Nun, wir haben an der Universität Bayreuth schon viel erlebt, auch ich als Präsident, aber 2020 war sicherlich eines der aufreibenderen Jahre. Die Herausforderung war, die durchaus als stürmisch zu bezeichnende und beeindruckende Weiterentwicklung der UBT zu steuern und parallel dazu das Corona-Management zu bewältigen. Denn andere Themen liefen ja weiter und mussten so gründlich bearbeitet werden, als gäbe es kein Pandemiegeschehen.
Was fehlte Ihnen in diesem 2020?
Am meisten habe ich die Studierenden auf dem Campus vermisst. Wir sind einfach nicht dieselbe Uni, wenn wir fast keine Präsenzveranstaltungen durchführen können und unsere jungen Leute mit ihren Aktionen wie UNIKAT, Summer Feeling und Uni Open Air fehlen. Oder wenn Events wie die Bayreuther Dialoge online only stattfinden. Vermisst habe ich auch den direkten, persönlichen Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen.
Was waren die schönen Momente?
Ganz klar die Erkenntnis, wie gut, wie professionell und zuverlässig wir – und damit meine ich Lehrende, Forschende und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung – die Corona-Maßnahmen umgesetzt haben: Wie wir ziemlich reibungslos auf Online-Lehre umgestellt haben und wie wir dafür auch öffentlich positiv wahrgenommen wurden. Das war wirklich ein tolles Teamwork und eine große Freude. Wichtig war für mich auch zu sehen, dass unser Konzept "Sichere Uni" funktioniert hat.