Renommierte Preise für innovative Polymerchemie
Die exzellente Polymerforschung an der Universität Bayreuth erfährt erneut weitreichende Sichtbarkeit in der Forschungslandschaft: Prof. Dr. Alex J. Plajer wurde gleich mit drei bedeutenden Auszeichnungen geehrt. Neben dem ADUC-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) erhielt er auch den internationalen Macromolecular Rapid Communications (MRC) Junior Researcher Award und das MAKRO-Stipendium der GDCh.
Prof. Dr. Alex J. Plajer und Mara Staffilani, Editor-in-Chief von Macromolecular Rapid Communications, bei der Preisverleihung des MRC Junior Researcher Awards.
Plajer kam 2023 als Juniorprofessor für Makromolekulare Chemie an die Universität Bayreuth, nachdem seine wissenschaftliche Laufbahn über Heidelberg, Cambridge, Oxford und Berlin führte. Er arbeitet an nachhaltigen Strukturpolymeren und neuen funktionalen Polymermaterialien, wobei Bayreuths starke Tradition und Ausstattung in der makromolekularen Chemie wesentliche Voraussetzungen für seine Arbeit bieten. Die mehrfachen Auszeichnungen für seine Forschung unterstreichen die wissenschaftliche Exzellenz seiner Arbeit und stärken zugleich die Sichtbarkeit Bayreuths als Standort der internationalen Polymerforschung.
„Ich freue mich sehr darüber, dass meine eigenen Forschungsideen ausgezeichnet werden. In der Promotion und im Postdoc prägt der Betreuer die Arbeit stark mit; in der unabhängigen Forschung ist das anders. Die Auszeichnungen sind auch eine Anerkennung für meine Gruppe, die die Forschungsarbeit im Labor trägt, sowie für den Standort Bayreuth, der in der Polymerchemie traditionell stark ist und diese Forschung ermöglicht“, sagt Plajer.
Im März diesen Jahres wird Plajer der renommierte ADUC-Preis überreicht. Die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung richtet sich deutschlandweit an den Chemie-Nachwuchs; sie wird daher nur selten an Forschende in der Polymerchemie vergeben, die im Vergleich zu Forschenden in anderen Fachgebieten zahlenmäßig deutlich geringer vertreten sind. Den ADUC-Preis erhält Plajer für seine innovative Forschung, die Schwefelchemie, Katalyse und supramolekulare Selbstassemblierung zu einem Forschungskonzept integriert, heißt es in der Begründung.
Bereits im November erhielt Plajer das mit 2.000 Euro dotierte MAKRO-Stipendium der GDCh, welches im Rahmen des Nachwuchsworkshops Hochschule alle zwei Jahre von der Fachgruppe Makromolekulare Chemie vergeben wird. Plajer überzeugte die Fachjury mit der Präsentation seiner unabhängigen Forschungsarbeit und setzte sich im wettbewerbsintensiven Workshop gegen andere Nachwuchsgruppenleitungen im deutschsprachigen Raum durch.
Auch international ist Plajers Forschungsarbeit sichtbar: Der MRC Junior Research Award von Wiley richtet sich weltweit an Nachwuchsforschende, die mit frischen Ideen neue Wege in den Polymerwissenschaften . Entsprechend kompetitiv ist das Auswahlverfahren. In den vergangenen Jahren gingen die Preise an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschungsstarker Einrichtungen wie die ETH Zürich oder das Max-Planck-Institut für Polymerforschung, nun reiht sich mit Plajer auch die Universität Bayreuth ein.
Die Preise machen deutlich, welches Potenzial in Plajers noch jungem Forschungsfeld steckt. Zugleich stärken sie die Position der Uni Bayreuth als einen Ort, an dem wegweisende Ideen in der Polymerchemie entstehen.

