An manchen Tagen waren es mehr als zehn Stunden, an denen die Freiwilligen der Ukrainehilfsaktion sortiert und verpackt haben. Eine ganze Sortierstraße haben die Helfenden eingerichtet – und sich dabei von Tag zu Tag professionalisiert. Dabei ist der Einsatz, den die Bayreuther gezeigt haben, gar nicht selbstverständlich. „Ich wollte nur schnell etwas abgeben“, erzählt Korbinian von der Burg. „Und dann war ich auf einmal jeden Nachmittag nach der Arbeit da und habe mitgeholfen.“

Wie Korbinian von der Burg ging es vielen. Wer einmal zum Helfen kam, kam meistens auch wieder. „Man hat gemerkt, dass viele Leute helfen wollten, aber nicht wussten, wie“, sagt von der Burg. „Die Leute sind spontan vorbeigekommen oder haben sich morgens dazu entschieden, abends einen Sprinter zu fahren.“

Sachspenden kamen aus der gesamten Bevölkerung. Zuerst kam viel Kleidung, dann wurde auf Hygieneartikel, Babynahrung und Medikamente fokussiert. Die Fahrzeuge, die beladen und losgeschickt wurden, waren von Unternehmen und Privatleuten gestellt.

Insgesamt hat die studentisch-private Initiative 31 Fahrzeuge voll beladen in die Grenzregion Polen-Ukraine geschickt. Gemeinsam mit dem Klinikum Bayreuth wurde zudem ein 40-Tonner mit medizinischem Gerät und Betten bestückt. Ralf Gregor hat diesen 40-Tonner gefahren. „Die Vorbereitung der Hilfsgüter und auch die Übergabe war top“, sagt er rückblickend. „Die Leute waren super freundlich und es waren wirklich viele Studenten da, die gut mitangepackt haben.“ Er war auch von der Abfertigung in Polen überzeugt. „Es war wirklich alles sehr gut organisiert.“

Dass die Güter an den richtigen Zielort kommen, dafür war unter anderem Nicolai Teufel verantwortlich. Er hatte gemeinsam mit acht Studentinnen die Hilfsgüter-Aktion organisiert und hat die Kontakte vor Ort hergestellt.

Nicolai Teufel

Nicolai TeufelProjektleiter "Learnopolis.net“

Tel.: +49 (0) 921 / 55-4638
E-Mail: nicolai.teufel@uni-bayreuth.de

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